Auto ausleihen: Wer bezahlt bei einem Unfall den Schaden?

By 3. Dezember 2018Unkategorisiert

Autos stehen viel rum. Also macht es Sinn, Autos zu teilen. Bloss wer bezahlt den Schaden, wenn man mit einem ausgeliehenen Auto einen Unfall verursacht?

Unser Expertentipp der Basler Versicherungen extra für dich.

Geht es um das Auto, sehen die Zukunftsforscher einen deutlichen Trend bei jungen Leuten: Access over Ownership. Gemäss diesen Prognosen wird den jungen Menschen das Auto als Besitztum oder auch als Statusobjekt immer unwichtiger. Entscheidend ist der Zugang zur Mobilität: Habe ich zum richtigen Zeitpunkt Zugriff auf die passende Mobilitätsvariante?

Nicht besitzen, sondern teilen

«Sharing Economy» lautet das Zauberwort: Teilen statt besitzen. Gerade bei Autos, die sehr hohe Standzeiten aufweisen, kann das Sinn machen. Dazu bieten sich professionelle Carsharing-Organisationen, aber auch vermehrt webgestützte Peer-to-Peer-Plattformen an. Nicht vergessen werden darf aber auch die nach wie vor sehr beliebte informelle Ausleihe. Man leiht sich das Auto von Kollegen oder Freundinnen, um bei Ikea einzukaufen oder den Wochenenden-Trip zu geniessen. Bloss: Was passiert, wenn man mit dem Auto der Freundin einen Blechschaden verursacht? Oder bei Ikea den Minivan der Grossfamilie in der Parkgarage streift? Hier lohnt es sich, mit den richtigen Versicherungsbausteinen vorzusorgen.

Die eigene Versicherung prüfen

Wer gelegentlich fremde Motorfahrzeuge nutzt, sollte eine Zusatzversicherung dafür abschliessen. Bei baloisedirect.ch nennt sich der entsprechende Baustein «Schäden an gelegentlich benutzten Motorfahrzeugen», ein Zusatz zur Privathaftpflicht-Versicherung. «Gelegentlich» oder «unregelmässig» meint dabei, dass die Benutzung sechsmal in den letzten drei Monaten nicht übersteigt. Auch Ferienfahrten, also etwa eine zweiwöchige Reise nach Frankreich, sind damit gedeckt.

Wer bezahlt, wenn es zu einem Unfall mit einem geliehenen Auto kommt?

Schäden an Dritten: Den Blechschaden am Minivan im Ikea-Parkhaus übernimmt die Haftpflichtversicherung des Autoinhabers. Der Autoinhaber muss eventuell einen Selbstbehalt übernehmen. Hat der Fahrer oder die Fahrerin einen Zusatzbaustein abgeschlossen, wird baloisdirect.ch den Selbstbehalt übernehmen. Auch ein allfälliger Bonusverlust des Inhabers ist so gedeckt.

Schäden am geliehenen Auto: Hier greift ebenfalls der Zusatzbaustein, allenfalls kommt ein Selbstbehalt zur Anwendung. Wer dieses Versicherungsrisiko aber nicht gedeckt hat, muss den Schaden aus der eigenen Tasche begleichen. Es gilt zu beachten, dass die Versicherung nicht greift, wenn das Auto einem Mitbewohner oder einer Mitbewohnerin gehört – diese Fälle sind von der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen.

Wer also regelmässig ein Auto ausleiht, sollte einen Zusatzbaustein für das gelegentliche Benutzen fremder Motorfahrzeuge abschliessen. Pro-Tipp: Die Zusatzversicherung gilt auch für Wasserfahrzeuge – die Spritztour im Motorboot des Kollegen ist also ebenfalls gedeckt.

Reisen ins Ausland: Bewilligung mitführen

Wer mit einem geliehenen Auto ins Ausland reist, sollte in der Regel auch eine Bewilligung des Autohalters mit sich führen, vor allem, wenn der Besitzer oder die Besitzerin nicht mitfährt. Bei einer Polizeikontrolle im Ausland kann man sich damit unangenehme Fragen sparen. Für Italien ist eine entsprechende Bewilligung sogar obligatorisch – der italienische Staat will so verhindern, dass gestohlene Autos nach Italien gelangen. Eine Übersicht zu den geltenden Vorschriften der europäischen Nachbarländer gibt es beim TCS.

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